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Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF)Die FATF wurde am G-7 Gipfel in Paris 1989 als unabhängige Organisation zur Bekämpfung der Geldwäscherei gegründet. Heute umfasst sie 36 Mitglieder, darunter die wichtigsten Finanzzentren Europas, Nord- und Südamerikas sowie Asiens. Ziel der FATF ist es, weltweit einheitliche Standards in der Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung zu etablieren. Nicht-Mitgliedstaaten werden einerseits durch Regionalgruppen in die Arbeit der FATF eingebunden, andererseits wird politischer Druck auf Staaten mit mangelhaften Regelungen ausgeübt. Um einerseits eine praxisnahe Anwendung ihrer Standards zu gewährleisten und andererseits Erfahrungen des Privatsektors in deren Weiterentwicklung einfließen zu lassen, arbeitet die FATF eng mit der Industrie zusammen. Im Jahr 2008 wurde das Mandat der FATF um den Bereich der Bekämpfung der Proliferation von Massenvernichtungswaffen erweitert.
Die Empfehlungen der FATFDie FATF veröffentlichte 1990 erstmals 40 Empfehlungen zur Bekämpfung der Geldwäscherei. Diese wurden 1996 und 2003 aktualisiert und entwickelten sich zum anerkannten internationalen Standard. Wenige Wochen nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wurde das Mandat der FATF auf die Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung ausgedehnt. Dazu wurden inzwischen 9 Sonderempfehlungen verabschiedet. Im Jahr 2012 erfolgte eine weitere Aktualisierung der FATF-Empfehlungen, welche die Erweiterung des FATF Mandates für den Bereich der Verhinderung der Proliferationsfinanzierung berücksichtigt, eine Verschmelzung der Sonderempfehlungen mit den 40 Empfehlungen vorsieht und wichtige Erkenntnisse aus den Länderprüfungen (siehe unten) einfließen lässt.
Länderprüfungen der FATFIm Zuge von Länderprüfungen wird von der FATF mit Unterstützung durch die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds die Einhaltung der Standards - auch in Nicht-Mitgliedstaaten - bewertet. Österreich wurde 2008/2009 durch den Internationalen Währungsfonds (im Auftrag der FATF) geprüft. Die Prüfung folgte einem standardisierten Fragenkatalog von über 250 Kriterien und beinhaltete auch einen Vor-Ort Besuch des Prüferteams, bei dem Gespräche mit Ministerien und Behörden sowie Vertretern der Industrie geführt wurden. Der Prüfungsbericht wurde im Dezember 2009 veröffentlicht und steht auf der Internetseite der FATF als Download zur Verfügung.
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